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Infektwelle, Impfempfehlungen und Kinderkrankentage: Was Eltern im Herbst 2026 wissen sollten

vom yappidoo-Team · 28.09.2026

Bilder in diesem Artikel enthalten KI-Anteile oder sind mit KI erstellt.

Herbst heißt für viele Kita-Familien: Schnupfen, Fieber, Anrufe aus der Einrichtung. In diesem Jahr kommt eine politische Debatte dazu – es geht um die Zahl der Kinderkrankentage. Dazu gibt es neue Hinweise der Ständigen Impfkommission (STIKO). Wir haben zusammengestellt, was aktuell bekannt ist.

Die Infekte nehmen zu

Seit dem Schulstart sind die Atemwegsinfekte in Kitas und Schulen deutlich angestiegen – darauf verweist News4teachers mit Bezug auf Daten des Robert Koch-Instituts. Für Eltern ist das erst mal nicht überraschend: Wenn viele Kinder nach den Ferien wieder eng zusammen sind, zirkulieren Erkältungsviren schneller.

Auch beim RS-Virus (RSV) zeigen die Zahlen nach oben. Laut Ruhrnachrichten wurden im Jahr 2025 insgesamt 67.892 RSV-Fälle nachgewiesen – ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. RSV ist vor allem für Säuglinge und sehr kleine Kinder relevant, weil die Atemwege noch eng sind.

Was die STIKO für diese Saison sagt

Grippe: keine generelle Empfehlung für alle Kinder

Die STIKO hat Mitte September erneut auf ihre bestehende Empfehlung hingewiesen: Gegen Grippe sollen Kinder geimpft werden, bei denen durch eine Grunderkrankung ein erhöhtes gesundheitliches Risiko besteht. Eine allgemeine Empfehlung für alle Kinder gibt es weiterhin nicht. Das berichtet ms-aktuell.de. Für Kinder zwischen zwei und 17 Jahren steht demselben Bericht zufolge weiterhin ein Nasenspray-Impfstoff als Alternative zur Spritze zur Verfügung.

Die STIKO mahnt dabei ausdrücklich, diese Empfehlung auch umzusetzen. Im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts wird darauf hingewiesen, dass bei unveränderter Impfquote rund 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen in der Saison 2026/27 ohne Impfschutz bleiben würden. Grundlage der Empfehlung sind laut RKI Daten zu influenzabedingten Krankenhausaufenthalten bei Kindern mit Grunderkrankungen.

RSV und Influenza: Zeitfenster Herbst bis Winter

Die STIKO hat ihre Empfehlungen zu RSV und Influenza am 10. September aktualisiert und nennt als Zeitraum für die Impfungen den Herbst bis Winter – so die Darstellung bei Ruhrnachrichten.

Was das praktisch für Dich heißt

Ob eine Impfung für Dein Kind infrage kommt, hängt davon ab, ob eine Grunderkrankung oder ein anderer Risikofaktor vorliegt. Diese Einschätzung kann nur die Kinderärztin oder der Kinderarzt treffen – am besten beim nächsten Termin ansprechen. Wir nennen hier bewusst keine Altersgrenzen oder Mengen: Das gehört in die Praxis, nicht in einen Blogartikel.

Die Debatte um die Kinderkrankentage

Parallel läuft eine politische Diskussion, die viele Eltern direkt betrifft. Bundesgesundheitsminister Linnemann hat angekündigt, die erhöhte Zahl an Kinderkrankentagen zum Jahresende auslaufen zu lassen. Das berichtet News4teachers.

Sozialverbände und die Bildungsgewerkschaft GEW kritisieren das laut demselben Bericht deutlich. Ihre Befürchtung: Wenn Eltern weniger bezahlte Tage zur Pflege eines kranken Kindes zur Verfügung haben, landen mehr Kinder halbkrank in Kita und Schule – und stecken dort weitere Kinder und das Personal an.

Für Familien bedeutet das vor allem eins: Es lohnt sich, die weitere Entwicklung im Blick zu behalten, weil sich der Anspruch zum Jahreswechsel verändern könnte. Wie viele Tage Dir konkret zustehen, erfährst Du am verlässlichsten bei Deiner Krankenkasse.

Wann Dein Kind zu Hause bleiben sollte

Eine feste Regel für alle Fälle gibt es nicht, und Symptome lassen sich aus der Ferne nicht beurteilen. Als Orientierung hilft Dir aber oft ein Blick auf ein paar einfache Fragen:

  • Hat Dein Kind Fieber oder wirkt es deutlich abgeschlagen?
  • Kann es am Kita-Alltag – Spielen, Essen, Draußenzeit – überhaupt teilnehmen?
  • Braucht es viel Nähe, Ruhe oder engmaschige Betreuung, die in der Gruppe nicht möglich ist?
  • Gibt es in Deiner Kita eine Regelung, etwa zu Durchfall oder Erbrechen? Diese Vorgaben gelten unabhängig davon, wie fit Dein Kind wirkt.

Bei Unsicherheit, bei anhaltenden Beschwerden oder wenn es Deinem Kind schnell schlechter geht, ist die Kinderarztpraxis die richtige Adresse. Auch bei Fragen zu Ansteckungszeiten und Rückkehr in die Kita kann sie Dir konkret weiterhelfen.

Was Du jetzt tun kannst

  • Impfstatus prüfen: Impfbuch raussuchen und beim nächsten Praxisbesuch besprechen – vor allem, wenn Dein Kind eine Grunderkrankung hat.
  • Betreuungs-Plan B überlegen: Wer kann einspringen, wenn Dein Kind kurzfristig zu Hause bleiben muss? Großeltern, Nachbarn, Tandem mit einer anderen Kita-Familie.
  • Mit dem Arbeitgeber sprechen: Homeoffice-Tage oder flexible Zeiten lassen sich leichter klären, wenn man nicht erst morgens um sieben anfragt.
  • Kita-Regeln kennen: Frag im Team nach, ab wann Dein Kind nach einem Infekt wiederkommen darf.
  • Alltag entlasten: Händewaschen nach dem Nachhausekommen, regelmäßiges Lüften und ausreichend Schlaf sind unspektakulär, aber im Familienalltag umsetzbar.

Fazit

Die Infektsaison hat früh begonnen, die STIKO bleibt bei ihrer zurückhaltenden Grippeempfehlung für gesunde Kinder und mahnt gleichzeitig den Schutz von Risikokindern an. Bei den Kinderkrankentagen ist noch offen, wie es ab dem Jahreswechsel weitergeht. Sinnvoll ist deshalb, jetzt zwei Dinge zu klären: den Impfstatus mit der Kinderarztpraxis und die eigene Notfallbetreuung.

Quellen

Dieser Überblick wurde mit KI-Unterstützung aus den verlinkten Quellen zusammengestellt und von unserem Team geprüft.

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